Games4Mac Community: acta, sopa und der ganze scheiss - Games4Mac Community

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acta, sopa und der ganze scheiss

#1 Mitglied ist offline   Janus 

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Geschrieben 24. Februar 2012 - 17:04

Hmmm… ja… da ich bis jetzt hier noch nix zu diesem Thema gelesen habe, eröffne ich einfach mal eins. Auch wenn ich denke, dass ihr darüber schon bescheid wisst. Aber schaden kann es - denke ich mal - nicht. War ja damals mit der Piratenpartei und Ähnlichem auch der Fall.

Was ist ACTA – das Urheberrechtsabkommen und seine Folgen

Nicht nur durch die Demonstrationen am vergangenen Wochenende ist das Urheberechtsabkommen “ACTA” in aller Munde, mit Deutschland hat neben den EU-Ländern Slowakei, Polen, Tschechien und Lettland ein weiteres Land die Unterzeichnung vorerst gestoppt. Doch viele Internetnutzer wissen nach wie vor nicht, was überhaupt ACTA bedeutet, bzw. die Folgen des Abkommens sind. Mobilfunk-Talk nennt in diesem Artikel die wichtigsten Fakten, nennt Pro und Contra und veranschaulicht das ACTA Abkommen in einem Video-Clip.

Was ist ACTA?

Die Abkürzung ACTA steht für „Anti-Counterfeiting Trade Agreement“ und heißt auf Deutsch „Handelsabkommen zur Abwehr von Fälschungen“. Das Abkommen richtet sich gegen Piraterie und soll dazu dienen, dass Rechte von Urhebern und Entwicklern geschützt werden und keine billige Kopien in den Handel gelangen.

Urheberrecht wird zementiert

Für die Bundesregierung lässt sich durch ACTA keine Veränderung der geltenden Rechtslage ableiten. Doch laut dem IT-Fachanwalt Thomas Stadler aus Freising würde durch das Abkommen “eine urheberrechtliche Richtungsentscheidung” zementiert, “die einseitig die Rechteinhaber begünstigt und wenig Rücksicht auf das Gemeinwohl nimmt”. Nötig sei ein fairer Ausgleich der Interessen. Eine nötige Reform des Urheberrechts, die beiden Seiten gerecht werden könnte, rückt damit in weite Ferne.

Provider haften für Kunden

Durch die Umsetzung von ACTA, so warnen Kritiker, könnte sich auch die Internet-Überwachung schlagartig ändern. Da Provider wie die Telekom, 1&1, Freenet zukünftig für Urheberrechtsverstöße ihrer Kunden haften müssen, ist davon auszugehen, dass übermittelte Daten im Internet künftig stärker überwacht werden. Internetanschlüsse, über die Urheberverstöße begangen werden, könnten somit vom zuständigen Provider gesperrt werden. Außerdem wäre es möglich, personenbezogene Daten wie IP-Adresse an die zuständigen Rechteinhaber zu übermitteln.

Portale wie YouTube vor dem Aus?

Auch Video-Portale wie YouTube und MyVideo müssten streng genommen bei Urheberrechtsverstößen ihrer Nutzer haften, auch wenn nur für wenige Sekunden ein geschützter Film oder Clip zu sehen wäre. Die Folge wäre eine radikale Verschärfung der Richtlinien und das Aus für viele Portale.

Meinungsfreiheit oder geistige Monopolrechte?

Durch die bisher sehr schwammigen und vage gehaltenen Formulierungen des ACTA-Textes kann es laut Netzaktivist Markus Beckedahl, Mitglied der Internet-Enquete des Bundestags, zu unterschiedlichen Interpretationen kommen. Erst Gerichte müssten die aktuelle Auslegung der Rechtslage von ACTA klären. Und keiner weiß dann, ob der Pendel in Richtung Meinungsfreiheit oder in Richtung Schutz von geistigen Monopolrechten geht.

Bundesregierung stoppt ACTA vorläufig

Die Bundesregierung hat das weltweit umstrittene Urheberrechtsabkommen vorerst auf Eis gelegt. Doch der Protest gegen das Abkommen geht zunächst weiter, am Wochenende protestierten deutschlandweit von Berlin bis München Zehntausende gegen ACTA. Denn neben 37 Staaten wie den USA, Australien und Japan haben bereits 27 EU-Mitglieder das Abkommen unterzeichnet.

Der Stopp von ACTA ist in jedem Fall ein erster Erfolg der Netzaktivisten, vielleicht werde das Abkommen sogar auf europäischer Ebene beerdigt. Während nicht wenige Politiker aus allen Parteien den Stopp begrüßen, kritisieren andere, wie der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach die Demonstranten: „Was im realen Leben verboten ist – das Kopieren fremden geistigen Eigentums –, muss auch im virtuellen Leben verboten sein“, wird er von der „Rheinischen Post“ zitiert.

Das Internet als Generationskonflikt

Viele der Gegner und Demonstranten sind mit dem Internet aufgewachsen und können mit dem strengen Urheberrechtsabkommen ACTA nichts anfangen und fühlen sich ihrer Freiheit beraubt. Die Seite der Politik hat versucht, geistiges Eigentum durch das Übertragen von bewährten Regeln aus dem Analogen ins Digitale zu schützen. Doch so einfach geht das nicht, über das Netz können ohne einen vorherigen Austausch beider Seiten keine neuen Gesetze gestülpt werden. Wenn nicht viele junge Menschen den Glauben in die Politik verlieren sollen, müssen bei ACTA neue Lösungen zum Urheberrecht gefunden werden.

Pro und Contra ACTA

Gegner und Befürworter von ACTA haben jeweils Argumente auf ihrer Seite. So spricht z.B. für ACTA eine Vereinheitlichung des internationalen Urheberrechtschutzes. Befürworter von ACTA sind zudem der Meinung, dass schon jetzt viele Teile von ACTA im geltenden Gesetz verankert sind und somit generell keine Verschärfung der aktuellen Rechtslage eintritt. Laut dem CDU-Netzpolitiker Kretschmer sieht ACTA auch keine Netzsperren, oder die Haftung von Internet-Providern vor. Die Gegner sind da aber ganz anderer Meinung und bemängeln vor allem das intransparente Verhandlungsverfahren. So wurde das Abkommen jahrelang hinter verschlossener Tür ausgehandelt. Der größte Kritikpunkt der Gegner ist das seit langem überholte Urheberrecht. Statt zeitgemäße Gesetze zu schaffen, wird versucht die zum Teil mehrere Jahrzehnte alten Bedingungen auf das digitale Zeitalter 1:1 zu übertragen. Zu guter letzt befürchten die Gegner eine stärkere Überwachung des Datenverkehrs und Internet-Sperren, genug Spielraum dazu ist durch die schwammigen Formulierungen im ACTA-Vertragswerk vorhanden.

Der ACTA Video-Clip:



Quelle: Mein Linkhttp://www.mobilfunk-talk.de/news/56803-was-ist-acta-das-urheberrechtsabkommen-und-seine-folgen/



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#2 Mitglied ist offline   26thmeusoc 

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Geschrieben 25. Februar 2012 - 10:45

Richtig, man man sollte dazu aber wissen, das ACTA selbst nur aus Formulierungen besteht, die, nach allen bisher öffentlichen Informationen, oft aus mehrdeutigen Gesetzen besteht. Für die Schärfung dieser Gesetze gibt es dann IPRED.

Dazu auch ein aktueller Artikel aus der Süddeutschen:

http://www.sueddeuts...-muss-1.1291038
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#3 Mitglied ist offline   Janus 

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Geschrieben 26. Februar 2012 - 17:08

Da muss ich dir zustimmen 26thmeusoc. Über den ganzen Rattenschwanz, der hinter acta steht hört man so gut wie gar nichts. Man muss schon gezielt danach suchen um fündig zu werden. Aber ist ja auch klar wieso.

Was mich aber gerade an diesem Forum erschreckt… dass bis jetzt nur wir beide was dazu geschrieben haben. Denn - wenn acta und der Rattenschwanz durch ist - wird auch unsere kleine Mac-Gemeinschaft hier nicht mehr so wie wir es gewöhnt sich geben…

Edit: Für alle, die es bis dato noch nicht richtig nachvollziehen: Wenn acta in Kraft tritt, dann habe mich mit dem zitieren des Eröffnungsbeitrages gegen das Urheberrecht verstoßen, da ich es - ohne Geld zu zahlen - zitiert habe.

Dieser Beitrag wurde von Janus bearbeitet: 26. Februar 2012 - 17:30

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#4 Mitglied ist offline   26thmeusoc 

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Geschrieben 26. Februar 2012 - 18:00

Beitrag anzeigenJanus sagte am 26. Februar 2012 - 17:08:

Edit: Für alle, die es bis dato noch nicht richtig nachvollziehen: Wenn acta in Kraft tritt, dann habe mich mit dem zitieren des Eröffnungsbeitrages gegen das Urheberrecht verstoßen, da ich es - ohne Geld zu zahlen - zitiert habe.

Das ist richtig, nur kommt das, wenn es nach der aktuellen Regierung geht, auch aus dem eigenen Lande unter dem Titel "Leistungsschutzrecht für Presseverleger".

https://de.wikipedia..._Presseverleger

Deswegen habe ich auch schon den Süddeutsche Artikel bereits nicht mehr zitiert oder gar hier hinein gestellt, sondern nur noch verlinkt. Man weiss ja nie. :(

Vielen Dank jedenfalls, dass du dieses wichtige Thema hier angesprochen hast. Auch wenn scheinbar nicht alle verstehen, wie gravierend sich diese Gesetze auswirken können. :ermm:
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#5 Mitglied ist offline   Janus 

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Geschrieben 26. Februar 2012 - 18:29

Ja, da hast du recht.

Aber ich werde mich jetzt noch nicht verrückt machen. Über dieses Thema reden und so gut wie möglich dagegen handeln.

Übrigens gibt es eine Petition, die man unterzeichnen sollte. Einfach danach in einer Suchmaschine eingeben.


Ja, nichts zu danken. Aber es irritiert mich schon etwas, das nur wir beide uns darüber unterhalten, da damals bei der Vorratsdatenspeicherung ein großer Wirbel hier war…

Edit: Wobei selbst mit dem Link teilst du ja bereits Informationen. Wäre das nicht auch ein Verstoß?

Dieser Beitrag wurde von Janus bearbeitet: 26. Februar 2012 - 18:43

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#6 Mitglied ist offline   26thmeusoc 

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Geschrieben 26. Februar 2012 - 22:41

Beitrag anzeigenJanus sagte am 26. Februar 2012 - 18:29:

Edit: Wobei selbst mit dem Link teilst du ja bereits Informationen. Wäre das nicht auch ein Verstoß?


Soweit ich das verstehe nein, ich gebe ja keine Ausschnitte aus dem Text weiter, sondern mache nur einen Verweis dorthin (mache also Werbung und sorge sogar für weitere Klicks und ein steigendes Ranking in den Suchmaschinen).

Die Sache ist verzwickt, da es beim "Leistungsschutzrecht" um Ausschnitte geht, die beispielsweise bei Google News angezeigt werden. Die werden ja aus den Artikeln selbst gezogen, und auf der Google Seite angezeigt, womit die Presseverleger angeblich um ihre Klicks und Leser gebracht werden. Ich habe aber ja keinen Content aus dem SZ Artikel verwendet. ;)

EDIT: Die Diskussion ist aber schön, zeigt sie doch wenigstens, warum es wichtig ist, dass bei ACTA Klarheit in der Gesetzgebung herrschen muss, warum soetwas nicht im Nebenzimmer unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden darf, und warum wir ein modernes Urheberrecht benötigen, das die aktuelle Entwicklung der Medien berücksichtigt. Dabei darf man dann halt nicht blind denen folgen, die einfach alles weiter so handhaben wollen wie bisher, anstatt sich mit den neuen Medien mit Hilfe von modernen Mitteln alternative Modelle zu überlegen.

Dieser Beitrag wurde von 26thmeusoc bearbeitet: 26. Februar 2012 - 22:45

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#7 Mitglied ist offline   Janus 

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Geschrieben 26. Februar 2012 - 22:52

Ich meine, selbst wenn man schon einen Link teilt…

Aber du hast Recht. Das ist ein weiteres - übrigens sehr gutes Beispiel - wie verzwickt die Situation ist.

Ja, da stimme ich dir zu. Moderne Medien brauchen ein modernes Urheberrecht. Das steht außer Frage. Und ja, wir können kein Gerüst aus einer veralteten Zeit über etwas komplett anderes stülpen. So etwas funktioniert nicht. Aber lasst uns den Blick nicht zu kurz haben, denn nach acta kommt der Rest des Zuges. Wie es so schön in der SZ steht mit dem Gefahrgutzug… Davon ist acta nur die Lokomotive. Und wenn acta erst einmal durch ist, kommt der totale Überwachungswahnsinn erst recht. Denn acta öffnet Tür und Tor dafür.
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#8 Mitglied ist offline   Waldbär 

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Geschrieben 27. Februar 2012 - 02:31

Hm, so wie ich es bisher verstanden habe, ändert Acta in seiner jetzigen Form erst mal nix sondern stellt nur einen internationalen Einheitsschwamm auf, der dann von der Interpretation abhängig entweder lascher als alles bisherige oder übertriebenste Geldschieberei ist ("Provider haften für Ihre Kunden"?!?! Was soll'n das heißen? Wer bitte soll das denn durchsetzen?); insofern mache ich mir bisher keine Sorgen. Wenn ich da irgendwie falsch liege, kann man mich gerne aufklären. :blume:

Urheberrecht ist echt ein ziemlich schwieriges Thema, und von denen, die so gerne ein "modernes" Urheberrecht fordern, möchte ich mal konkrete Vorschläge sehen, wie das aussehen soll. Wenn es da eine wirklich gute Lösung gäbe, frage ich mich, warum die keiner propagiert!? Was wir brauchen ist eigentlich ein Umdenken dahin, dass einfach ein Bewusstsein dafür aufgebaut wird, dass man gerne und gerechtfertigt zahlt, wenn man von einer Sache etwas hat. Aber das verträgt sich leider weder mit den Arschlöchern auf Verkäuferseite, die auch jeden letzten Cent zusätzlich herauspressen wollen, noch mit ihrer Antibewegung, den alles-was-irgendwie-geht-Raubkopierern... alles irgendwie blöd. :ph34r:
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#9 Mitglied ist offline   26thmeusoc 

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Geschrieben 27. Februar 2012 - 12:48

Wenigstens einer, der sich da noch zu meldet. :)

Das erste Problem bei ACTA ist, wie bereits angesprochen, dass das nur versteckt von wenigen in irgendwelchen Hinterzimmern verhandelt wurde und jetzt schnellstmögllich durch die gesetzgebenden Instanzen der Staaten bzw. der Gemeinschaften geprügelt werden soll. Wirkliche Zwischenstände hat man nie gesehen, es gab nur Teilauszüge, die Protokolle wurden weggeschlossen. Nun hofft man, dass die Herren und Damen Abgeordneten keine Zeit haben, sich das "endgültige" Werk mal anzusehen und einfach abnicken. Das kann aber nicht Sinn in einer Demokratie sein.

Wie gesagt, ACTA ist nur das grosse Schlagwort, da kommt noch mehr im Hintergrund, ohne dass das bisher gross auf dem Schirm ist. Auch wenn ich mir sicher bin, dass die meisten inzwischen regelmässig den BILDblog lesen, hier nochmal nen Link aus der Kategorie 6 vor 9 vom 24.2.2012 zum einem FAZ Artikel dieses Themas: http://www.faz.net/a...r-11658717.html

Seien wir mal ehrlich: Ein modernes, gerechtes Urheberrecht benötigt eine gewisse Kreativität. Wirkliche Ideen hab ich dazu nicht, hab mich damit aber nicht beschäftigt, kann aber nur sagen, dass das alte System so nicht funktionieren kann, auch nicht wenn man es versucht mit aller Kraft durchzudrücken. Natürlich sollen Künstler und Labels mit der Musik oder Filmen am Ende gewinn machen und das nicht verschenken müssen, aber der Bürger darf nicht Sklave der Contentindustrie werden. Dazu kommt, dass statistisch gesehen, die Nutzer von Kino.to wohl eher dazu neigen, Filme am Ende erneut auf DVD/Blu-Ray zu kaufen als solche, die diese Dienste nicht nutzen.
http://www.moviepilo...wirklich-111577
http://www.heise.de/tp/blogs/6/150152
http://www.zeit.de/d...tudie-downloads

Das gleiche dürfte man in der Spieleindustrie beobachten: Da wo ich die Möglichkeit habe, ein Spiel mit Hilfe einer Demo auszuprobieren, wenn es mich interessiert, wird mich am Ende auch eher dazu verleiten die Vollversion zu kaufen, denn wer gibt denn schon für die Katze im Sack Geld aus? Das soll nicht bedeuten dass ich die Streamingdienste gut finde, oder nutze (ich sehe darin keinen Sinn, dafür nutze ich lieber aktuell die Videothek oder kaufe mir das direkt, wenn ich weiss was mich erwartet), nur werden die Erkentnisse nicht genutzt, sondern es wird lieber auf den alten Modellen beharrt, anstatt ein Risiko einzugehen, denn das könnte ja Geld kosten. Bei The Oatmeal wird das Problem genauso gezeigt:
http://theoatmeal.co...game_of_thrones

Ergo: Solange es einfacher (und teilweise sogar schneller ist), das ganze aus dem Netz zu saugen, als darauf zu warten, wird der durchschnittliche Nutzer das kostenlos laden. Und Leute die das am Ende klauen und kein Geld dafür ausgeben wollen wird es immer geben, genauso wie Ladendiebstahl, das kann man nicht aufhalten. Trotzdem muss ich da beim Verlassen des Ladens nicht noch an einer Körperkontrolle teilnehmen.

Ausserdem gehört der inzwischen schon fast obligatorische DRM auf allen Dingen eher zur Kundengängelung als dass es für ihn einen Vorteil bringt, weshalb einige weitere dann lieber die Sache illegal aus dem Netz saugen, anstatt sich vorschreiben zu lassen, was sie mit dem Produkt zu tun haben und was sie nicht können/dürfen.

Das geht auf Blu-Rays und DVDs ja schon los: Warum wird mir als ehrlichem Käufer ein DVD oder einer BD eigentlich ständig und ohne Möglichkeit das zu überspringen angezeigt, dass es nicht erlaubt ist, die Disc zu kopieren, stundenlange Filmchen darüber wie die Industrie geschädigt wird und und und, obwohl ich nur nen Film sehen will. Der, der die Filme klaut muss nicht sehen, aber ich, der noch so blöd ist, da Geld auszugeben wird bestraft und bekomme den Nachteil?

Natürlich umfasst ACTA noch mehr, etwa die Produktpiraterie in Form von Nachgemachten Produkten oder geklauten Patenten, aber das ist auch nur ein Teil des Gesetzkörpers der da kommt.

Dieser Beitrag wurde von 26thmeusoc bearbeitet: 27. Februar 2012 - 13:05

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#10 Mitglied ist offline   Waldbär 

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Geschrieben 28. Februar 2012 - 00:30

Stimme dir quasi in allen Punkten zu. Gegen Kundengängelung durch Kopierschutz bei gekauften Inhalten bin ich auch schon immer gewesen. ;)
Wenigstens bei Musik scheint es ja mittlerweile auch ohne zu gehen. Bei den Spielen dagegen laufen sie mittels Internet-Überwachung ("nur mit permanenter Internetverbindung spielbar" bei Singleplayer-Games!?!) derzeit zur Höchstform auf und auch die Filmindustrie ist noch längst nicht über den Berg (BluRay ist ja das am schlimmsten mit Kopierschutz zugemüllte Medium, was je auf dem Markt war).
Deswegen das Urheberrecht zu verteufeln, halte ich trotzdem für wenig hilfreich. Denn in der Praxis wird (allein schon aus Kosten-Nutzen-Gründen) im Normalfall nur da zugeschlagen, wo jemand Geld mit den geistigen Errungenschaften anderer macht. Dass das glattem Diebstahl gleichkommt wird wohl kaum einer bestreiten. Ob das Bewusstsein, dass es sich lohnt, für Medieninhalte zu bezahlen, durch die Androhung genereller (noch dazu meist völlig überzogener und deswegen quasi nicht angewandter) Strafen besser aufrecht erhalten wird, wäre halt zu diskutieren. Vermutlich ist es auch ungefähr das, was ihr mit "modernem Urheberrecht" meint, oder?
Was das zustandekommen von ACTA angeht, ist es wohl wirklich nicht die feinste Art, allerdings zählt am Ende eh nur das Ergebnis - insofern: Was will man mit Zwischenstadien? Dass dieses Ergebnis von denen gelesen werden sollte, die es in Vertretung für andere unterstützen (sprich: Politiker, die dafür abstimmen), sollte sich eigentlich von selbst verstehen. :ph34r:

Zur Vervollständigung des Threads seien hier noch zwei Links beigetragen, deren Inhalt zu lesen ich mir leider auch noch nicht die Zeit genommen habe:
Originaltext von ACTA bei Wiki-Source
Der umfangreiche deutsche Wikipedia-Artikel zu ACTA

Dieser Beitrag wurde von Waldbär bearbeitet: 28. Februar 2012 - 00:31

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#11 Mitglied ist offline   26thmeusoc 

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Geschrieben 28. Februar 2012 - 10:25

Beitrag anzeigenWaldbär sagte am 28. Februar 2012 - 00:30:

Deswegen das Urheberrecht zu verteufeln, halte ich trotzdem für wenig hilfreich. Denn in der Praxis wird (allein schon aus Kosten-Nutzen-Gründen) im Normalfall nur da zugeschlagen, wo jemand Geld mit den geistigen Errungenschaften anderer macht. Dass das glattem Diebstahl gleichkommt wird wohl kaum einer bestreiten.

Klar. Nur trotzdem hat sich inzwischen eine eigene Industrie bei den Anwälten zum Thema Abmahnung entwickelt, da wird dann wie bescheuert abgemahnt. Da ist es am Ende egal, ob derjenige damit Geld gemacht hat, oder was auch immer passiert ist. Inzwischen eine ziemlich lukrative Geschichte.

http://www.lawblog.d...r-liegt-bei-25/

Inzwischen sogar per Mail.

http://itpressearbei...e-mail-moglich/

Ich will nicht bestreiten, dass es weiter Diebstahl ist, nur vielleicht sollte man sich dann eher einen Anreiz bieten, Geld auszugeben, statt das zu klauen. Manchen, wie mir persönlich, geht dabei darum etwas physisches in die Hand zu bekommen, daher gebe ich auch gerne (für gute Sachen) Geld aus. Da das aber anderen nicht so wichtig zu sein scheint, wird man da sich was anderes überlegen müssen. Anders gefragt: Warum soll ich für ein e-Book eigentlich den vollen Preis ausgeben, obwohl die Produktion für den Verlag günstiger ist, da er ja Papier, Kleber, Tine, Versand etc. spart und ich das ganze nichtmal in ein Regal stellen kann? Mit nem alternativen Anreiz für das neue Medium würde ich das aber vielleicht eher machen.

Beitrag anzeigenWaldbär sagte am 28. Februar 2012 - 00:30:

Ob das Bewusstsein, dass es sich lohnt, für Medieninhalte zu bezahlen, durch die Androhung genereller (noch dazu meist völlig überzogener und deswegen quasi nicht angewandter) Strafen besser aufrecht erhalten wird, wäre halt zu diskutieren. Vermutlich ist es auch ungefähr das, was ihr mit "modernem Urheberrecht" meint, oder?

http://youtu.be/ALZZx1xmAzg

Wie gesagt, man wird da Kreativität zeigen müssen. Sicherlich werden auch beide Seiten dabei auf einander zugehen müssen, aber es kann nicht sein, dass sämtliche Einschränkungen auf Seiten der Bürger stattfinden, nur weil die anderen ihre Lobbyisten losschicken können, und damit ihre Pfründe schützen.

Beitrag anzeigenWaldbär sagte am 28. Februar 2012 - 00:30:

Was das zustandekommen von ACTA angeht, ist es wohl wirklich nicht die feinste Art, allerdings zählt am Ende eh nur das Ergebnis - insofern: Was will man mit Zwischenstadien? Dass dieses Ergebnis von denen gelesen werden sollte, die es in Vertretung für andere unterstützen (sprich: Politiker, die dafür abstimmen), sollte sich eigentlich von selbst verstehen. :ph34r:

Da dich aber die Gesetze betreffen, ist es auf jedenfall schonmal interessant, wo dein gewählter Volksvertreter blind dem Lobbyisten der Contentindustrie hinterher gerannt ist. Wenn das alles eh schon so existiert und sich nichts wirklich ändert, warum kann man das dann nicht gleich öffentlich machen, sondern nur im geheimen? Stattdessen hätte man ja schon während der Verhandlungen verstehen und kritisieren können was los ist, das wurde aber nicht gewünscht. Muss es doch nen Grund dafür geben. ;)

http://irights.info/...ft-treten-darf/

Lustige Story für nebenher:
http://www.golem.de/...1202-90057.html
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#12 Mitglied ist offline   Waldbär 

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Geschrieben 28. Februar 2012 - 18:20

Angesichts der Tatsache, dass heute sogar schon Kindergartengruppen abgemahnt werden, weil sie sich einen Gruppennamen zugelegt haben, den zufällig schon irgendeine Privat-Kindergarten-Kette für sich hat schützen lassen, sollte man da vielleicht wirklich mal ein paar Extra-Vernunftsklauseln einführen (selbst wenn das jetzt Marken- statt Urheberrecht ist - scheint mir dasselbe Niveau) um diese wahnwitzige Anwalts-Industrie zu zerschlagen. Das ist nun echt nicht der Sinn unseres Justizsystems. :rolleyes:
Immer wieder schade, dass man die Gesetze immer für die Arschlöcher machen muss, die versuchen, sie bewusst zu ihren Gunsten zu missinterpretieren - bei allen anderen würde es ja ohnehin ohne funktionieren. Deswegen bin ich auch kein Jurist und Politiker - ich hab echt keinen Bock, mich damit rumzuschlagen, zumal diese Leute das eigentlich auch gar nicht verdienen. Natürlich bleibt mir dadurch aber auch nix anderes übrig, als auf die Arbeit derer zu vertrauen, die sie machen.

Ich weiß nicht, wie "geheim" jetzt die Verhandlungen zu ACTA wirklich waren, aber insgesamt denke ich, man sollte vorsichtig sein, immer gleich Verschwörungen zu vermuten, wo mal jemand etwas intern geregelt hat. Dafür kann es auch andere Gründe geben, z.B. in den allermeisten Fällen den, dass es einfach ein recht großer Zusatzaufwand ist, immer alles öffentlich zu machen - oft von wenigen genutzt und im Ergebnis sowieso irrelevant.
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#13 Mitglied ist offline   26thmeusoc 

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Geschrieben 28. Februar 2012 - 18:33

Beitrag anzeigenWaldbär sagte am 28. Februar 2012 - 18:20:

Ich weiß nicht, wie "geheim" jetzt die Verhandlungen zu ACTA wirklich waren, aber insgesamt denke ich, man sollte vorsichtig sein, immer gleich Verschwörungen zu vermuten, wo mal jemand etwas intern geregelt hat. Dafür kann es auch andere Gründe geben, z.B. in den allermeisten Fällen den, dass es einfach ein recht großer Zusatzaufwand ist, immer alles öffentlich zu machen - oft von wenigen genutzt und im Ergebnis sowieso irrelevant.

Wer spricht denn hier von Verschwörungen? Das Gesetz betrifft mich, und wird von dem von mir gewählten Volksvertreter (bzw. der von ihr beauftragten Person) möglichst nach nach "meinen Interessen" ausgehandelt. Wenn ich ihm aber nicht auf die Finger schauen kann, woher weiss ich denn, dass da kein Schmu getrieben wird, bzw. ob ich ihm bei der nächsten Wahl wirklich so vertrauen kann, dass er meine Stimme bekommt?

Und gerade in Zeiten mit diesem komischen Dingens mit I, ich glaube das heisst Internet, wäre es ja so unmöglich schwierig bei einem so grossen Abkommen Zwischenergebnisse eines Verhandlungstages zu präsentieren. Wegsehen und machen lassen, nach dem Motto "wird schon klappen" funktioniert meiner Meinung nach nicht mehr. Wer sagt eigentlich dass die sich nur auf nen Mittagessen getroffen haben und sonst nichts getan haben, also das Treffen letztlich nutzlos war, und für den Steuerzahl am Ende nur teuer war?
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#14 Mitglied ist offline   Hinsky 

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Geschrieben 28. Februar 2012 - 19:52

Ich finde es jetzt auch weniger relevant, dass es hinter verschlossenen Türen geschrieben wurde. Aber nicht egal! Das Ergebnis sehen wir ja trotzdem Eingefügtes Bild
Das schlimme finde ich, dass ein ohnehin schon veraltetes und den Nutzer beutelndes System weiter ausgebaut wird. Ich habe ne CD, die konnte ich, dank Kopierschutz, nicht mit meinem alten CD Player spielen. (Immerhin gab es zwei Alben später ein "lad es runter und bezahl was du willst, wenn es dir gefällt" ). Noch viel abstruser ist die Tatsache, dass Götz Widmen (Liedermacher, ex Joint Venture) seine eigenen Lieder wegen der Gema nicht auf seiner Homepage veröffentlichen durfte.... Wie soll das dann erst mit Acta aussehen?
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#15 Mitglied ist offline   26thmeusoc 

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Geschrieben 02. März 2012 - 17:50

Beitrag anzeigenHinsky sagte am 28. Februar 2012 - 19:52:

Ich finde es jetzt auch weniger relevant, dass es hinter verschlossenen Türen geschrieben wurde.

Zum Endergebnis gehört aber auch der Prozess in dem das Gesetz entwickelt worden ist. Die Sache ist dafür zu kritisch und einschneidend, als das man sich nur auf das konzentriert, was hinten rauskommt (ja, die Doppeldeutigkeit ist an dieser Stelle sogar gewollt). Das widerspricht dem Demokratischen Prozess, da der Bürger nunmal den Politiker kontrollieren soll. Es gibt keinen vernünftigen Grund, sowas im Geheimen zu veranstalten, vorallem weil die Vertreter der Contentindustrie informiert waren.
http://keionline.org/node/1369

Dass die GEMA im aktuellem vorgehen, diplomatisch ausgedrückt, mehr als fragwürdiger Verein inzwischen ist, stimmt aber natürlich. Nur ist auch da der nationale Gesetzgeber gefragt.
http://netzpolitik.o...porter-loschen/
G3 b/w | 400MHz | 448MB | 120GB | 9200
PM G5 (Mid-2004) | 2x2,5GHz | 4 GB | 250GB/500GB | 9800XT
MacBook Pro (Mid-2009) 17" | Dual-Core 3,06GHz | 4GB | 256GB SSD | 9400M/9600M GT
MacPro (Mid-2010) | 2x6-core 2,93GHz | 12GB | 4x2TB | 5870
2 Raspberry Pi (Model B, 512 MB) | DS1513+ (5x WD Red 4TB)
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